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Haus Dominikus im Kloster Schlehdorf

Schließung des Haus Dominikus zum 31.12.2010
Wegen des nicht unerheblichen Defizits haben die Missions-Dominikanerinnen des Klosters Schlehdorf Ende März beschlossen, das Haus Dominikus zum Ende dieses Jahres zu schließen. Von 2011 an sollen die Schwestern in die frei werdenden Räume umziehen. Das sanierungsbedürftige Schwesternhaus soll dann stillgelegt werden.
 

Eine kleine Auswahl der Stellungnahmen zur Schließung
"Die Schließ8ng des Hauses Dominikus in Schlehdorf macht mich sehr betroffen. Denn Schlehdorf war nicht nur für die engere Region, sondern auch für "Nordlichter" ein Ort, der mit seinem Kursangebot zur Anreise lochte (selbst aus mehr als 800 Kilometer Entfernung). Ich bedauere, dass die Missionsdominikanerinnen mit der Schließung des Gäste- und Kurshauses auch ihre Möglichkeiten arg beschneiden, die eigene Identität zu leben: Ohne die Öffnung nach außen hin, ist ihr Apostolat wohl kaum in so lebendiger und weitreichender Form zu leben wie bisher. Aber gerade die heutigen Zeit braucht so lebendiges Zeugnis, Wegweisung und Ermutigung, auch dem eigenen Alltag eine spirituelle Prägung zu geben. So bleibt mir nur, all denen zu danken, die durch ihr Engament und Zeugnis das Haus Dominikus zu einem Kraftquell machten, der mir über viele Jahre Nahrung schenkte."                                               Ursula Klene, Damm

"Mit großer Bestürzung mussten wir erfahren, dass das Haus Dominikus sehr rasch geschlossen werden soll. Wir sind seit 2003 regelmäßig mit Kursen in diesem wunderbaren Haus vertreten und gehören inzwischen auch dem Freundeskreis an. Wir haben im Laufe der Jahre sehr die Offenheit und die tätige Nächstenliebe durch die Dominikanerinnen schätzen gelernt und sehen die Arbeit dieses Hauses als eminent wichtigen Beitrag, Kompass für christlich gelebte Werte zu sein und die Spiritualität im Christentum zu stärken. Dieser lebendige Geist des Hauses hat allen Kursen eine besondere spirituelle Fülle verliehen. In einer Zeit, in der die Ausrichtung nach inneren Werten immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es ein wichtiger Auftrag an die christliche Kirche, in dem Orchester der verschiedenen Weltreligionen mitzuspielen, um ein gutes Gleichgewicht zu den inzwischen häufig eröffneten Häusern der anderen Religionen zu erreichen. Durch das Wirken im Haus Dominikus wurden und werden soziale und geistige Netzwerke etabliert, die den Menschen christliche und spirituelle Impulse geben, die Pflege von Gemeinschaft ermöglichen und damit für die Region eine unverzichtbare Institution darstellen. Wir befürworten auch im Namen unserer vielen Kursteil- nehmerInnen nachdrücklich den Erhalt des Hauses Dominikus."
                                                             Gudrun und Roland Brandstetter, Holzkirchen

"Unsere Mitarbeiter bedauern sehr, dass Sie Ihr Seminarhaus schließen. Diese Information löste bei allen Teilnehmer, die im März bei Ihnen die Fortbildung machten, Betroffenheit und Bedauern aus. Alle haben sich in ihren hellen, freundlichen Räumen und der überaus freundlichen Aufnahme sehr wohl gefühlt und bedauern, dass dieser Beschluss gefasst wurde."
Lebenshilfe Bad Tölz-Wolfratshausen gemeinnützige GmbH

Liebe Schwestern Angela und Hanna, liebe Frau Liebl,
meine Frau und ich haben von Frau Song erfahren, dass unser Taiji-Kurs diesen September wohl zum, letzten mal bei Ihnen sein darf, weil Sie dann das Gästehaus schließen.
Das hat nicht nur uns beide, sondern auch viele andere, die Ihr Gastfreundschaft genießen durften, tief betroffen gemacht.
Abgesehen vom Eigennutz - wir verlieren ungern diesen wunderschönen Seminarort, die ruhigen und stilvollen Räumlichkeiten, den wunderschönen Garten, und die wirklich tolle Lage direkt am Kochelsee, da wo er am schönsten ist, von der einzigartigen Atmosphäre in Ihrem Haus will ich gar nicht reden - verstehen wir nicht so ganz wie es dann weitergehen soll mit dem Kloster, mit Ihnen, mit dem Kloster Schlehdorf.
Lässt man so ein Gebäude leerstehen, dann beginnt es nach kurzer Zeit zu "verfallen". Die unbewohnten Zimmer werden nicht mehr gelüftet, unzureichend geheizt und beginnen zu schimmeln, etc. Geheizt werden muß sowieso, damit nichts einfriert, ...
Uns erscheint von außen der zusätzliche Aufwand für eine Bewirtschaftung (Catering durch das Altersheim, Zimmerreinigung, Heizung der vermieteten Räume Zimmer im Winter, etc.) kalkulierbar. Ihre Preise bisher waren sehr moderat, so dass nötigenfalls auch eine Erhöhung zu verantworten ist.
Natürlich redet man sich als jemand von außen leicht. Sie haben sicher die Situation gründlich überdacht und nicht aus einer Tageslaune heraus entschieden.
Wir wollen auf jeden Fall sagen, dass wir traurig darüber sind, dass dieser September, der letzte sein soll, den wir bei Ihnen verbringen.
Liebe Grüße aus München
Oliver Wittig (+Karin Mengele)

Sehr geehrte Sr. Hanna, liebe Sr. Angela und liebe Frau Liebl,
mit großem Bedauern habe ich die Schließung des Bildungshauses zur Kenntnis genommmen. Es schmerzt besonders, da das Kloster für viele meiner Lekorinnen und Lektoren und auch für mich ein geistlicher Ort und eine Heimat waren. Viele gute Erinnerungen verbinden sich damit.
In herzlicher Verbundenheit Grüße nach Schlehdorf
Erich Schenkel
Ordinariat München